10 Tipps für deinen perfekten Adventskranz

Der alljährliche Brauch zur Adventszeit, jeden Sonntag eine Kerze anzuzünden, dürfte jedem bekannt sein. Und zu den Kerzen gehört natürlich auch immer ein dekorativer Adventskranz!

Vier Kerzen in einem Bett aus grün gehören einfach zum Weihnachtsfest. Und doch ist es irgendwie seltsam, oder? Vier Kerzen zwischen Zweige und Obst zu stecken und eine jeden Sonntag anzuzünden? Warum machen wir das eigentlich?

Der erste Adventskranz ist auf den evangelischen Theologen und Pädagogen Johann Hinrich Wichern (1808-1881) aus Hamburg zurückzuführen. Dieser betreute im sogenannten „Rauhen Haus“ verwaiste und verwahrloste Kinder und Jugendliche aus Elendsvierteln. Er wollte den Jugendlichen die Vorfreude auf das Weihnachtsfest näher bringen, weshalb er auf ein hölzernes Wagenrad vier dicke weiße Kerzen, welche für die Sonntage standen, sowie eine kleine rote Kerze dazwischen, die für die Werktage stand, befestigte. Jeden Tag vom ersten Advent bis zum Weihnachtsfest sollte zusätzliche eine Kerze angezündet werden. Das Rad schmückte er noch mit einem breiten weißen Band und Tannenzapfen und so entstand 1839 der erste Adventskranz.

Auch wenn Kerzen, Bänder und Tannenzapfen noch immer fester Bestandteil heutiger Adventskränze sind, hat sich doch seit dem Wagenrad aus dem Armenviertel viel getan. Heute zeigen wir euch in zehn einfachen Schritten wie ihr euren eigenen Haushalt mit einem selbstgemachten Adventskranz in Weihnachtsstimmung bringen könnt!

Auf passende Farben achten
Bevor man an das Kaufen oder Basteln eines Adventskranzes gehen kann, sollte man am besten wissen, wo dieser überhaupt aufgestellt werden soll und wie man diesen am besten an die Wohnung anpassen kann.

Am Geeignetsten wäre es, sich an dem Wohnstil, den vorhandenen Farben im Raum und – falls vorhanden – der Weihnachtsdekoration zu orientieren und für eine harmonische Atmosphäre nicht mehr als zwei Farben zu verwenden.

Das richtige Material suchen
Für einen guten Adventskranz ist das Material ziemlich wichtig. Ein Kranz aus natürlichen Tannenzweigen wirft seine Nadeln ab, wenn es zu trocken ist und diese Austrocknung beginnt häufig bereits beim Abschneiden der Zweige. Man sollte darauf achten, hochwertige Tannenzweige, wie etwa von einer Nordmann-Tanne oder Edeltanne, zu verwenden. So sind die Zweige haltbarer und der Kranz hat eine optimale Frische, wodurch die Austrocknung etwas verringert wird.

Das Material richtig bearbeiten
Nachdem man nun die richtigen Materialien für den Kranz gefunden hat, sollte man nicht einfach daran gehen etwas zu binden oder zu befestigen, sondern das Material erstmal richtig zu schneiden. Die einzelnen Tannenzweige schneidet man so, dass sie die gewünschte Größe des Kranzes haben. Außerdem sollten die Zweige vor dem Binden schräg abgeschnitten sowie ein bis zwei Tage ins Wasser gestellt werden, um auch so die Austrocknung des Kranzes im Voraus zu verringern.

Den Kranz binden
Die Zweige werden jeweils am Stiel mit einem Basteldraht aneinander gebunden und dann reihum am Kranz befestigt, wobei jeder neue Zweig den vorherigen überdecken soll, sodass keine kahlen Stellen sichtbar sind. Wichtig dabei ist auch, dass die Zweige in dieselbe Richtung ausgerichtet sind.

Die Kerzen anbringen
Traditionell werden eher dickere Kerzen in Weiß oder Rot für den Kranz verwendet. Damit die Kerzen auf dem Kranz halten, befestigt man zunächst die Kerzenhalter auf dem Kranz, woraufhin die Kerzen in die Halter gestellt werden können. Je nach Geschmack können die Kerzen auch nummeriert werden.

Weitere Dekoration
Um dem Adventskranz noch eine schönere Wirkung zu geben, sollte man diesen noch mit einigen kleinen Dekorationen bestücken. Dafür eignen sich zum Beispiel Nüsse, kleine Kugeln, Tannenzapfen, Moos, Sterne, kleine Tierfiguren oder kleine Tannenbäume besonders gut.

Durchgehend frisch halten
Wenn der Kranz fertig ist, ist es wichtig darauf zu achten, dass dieser nicht austrocknet. Oben wurden bereits einige Tipps genannt, die man im Voraus dagegen tun kann, doch auch im Nachhinein ist es wichtig den Kranz durchgehend frisch zu halten. Dafür sollte man ihn eher in dunklen und kühlen Räumen stehen lassen sowie regelmäßig fein besprühen, damit dieser befeuchtet ist.

Alternative Varianten
Wer etwas von dem traditionellen Adventskranz abweichen möchte, findet auch dafür viele schöne Ideen. Ganz edel sehen vier Kerzen aus, die auf goldenen Kerzenhaltern oder Bechern stehen und mit Stroh, Nüssen, Kugeln und Blättern umrundet sind. Anstatt diese Kerzen dann nur auf einer Platte stehenzulassen, kann jeder dabei ganz individuell und kreativ ran gehen, indem man die einzelnen Kerzen zum Beispiel auf kleine Baumstämme stellt. Mit den etwas natürlichen und schlichten Kerzenhaltern und vier dünnen weißen Kerzen, die von kleinen Ästen und Zapfen umrundet sind, macht man aber auch Nichts falsch. Eine ganz andere Idee wäre, dass man vier unterschiedliche Glasbehälter mit Nüssen, Beeren und Gewürzen füllt und dünne Kerzen in diese Gläser stellt. Zusätzlich können an den Glashälsen Tannenzapfen oder ähnliches befestigt werden.

Schwebende Kränze
Die Kränze müssen nicht nur auf einem großen Tisch oder Regal stehen, sondern können auch an der Decke befestigt werden. Diese können dabei auch ganz schlicht oder kreativ dekoriert werden. Durch bodenlange Zweige mit verschiedenen Zapfen und dazu schönen Kerzen und Dekorationen hat auch dieser Kranz eine schöne Wirkung. Wichtig dabei ist jedoch, dass man genug Platz dafür hat und den Kranz, beispielsweise mit dünnen Drahtseilen, gut befestigt.

Kerzen anzünden
Ganz gleich für welche Variante des Kranzes und welche Art von Dekoration man sich entschieden hat – der letzte Schritt ist das Anzünden der Kerzen und das damit verbundene Genießen der Adventszeit. Auch da gibt es verschiedene Herangehensweisen, manche zünden am ersten Sonntag Kerze 1, dann am zweiten Kerze 2 und 3 und dann am dritten Kerze 1, 2 und 4 an, damit alle etwas gleichmäßiger abbrennen, was eine gewisse Logik hat, wenn man vorhat sie oft brennen zu lassen und sie nicht vor Adventsende austauschen möchte. Für die Ästhetik empfehlen wir aber trotzdem für jeden der Adventstage eine Kerze festzulegen. Auch am dritten Advent noch eine unberührte Kerze zu sehen macht echt Vorfreude!

Macht euch dieses Jahr doch mal euren eigenen Adventskranz! Oder probiert etwas ganz neues und kreatives aus, um das frohe Fest etwas lebendiger zu gestalten!

Euer Desmondo Team

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