Checkliste: Was vor dem Kauf eines Smart Home Systems beachtet werden muss

Die Idee hinter den Smart-Home Geräten, ist die Automatisierung von Abläufen bei euch zu Hause. In der Regel verbindet eine Smart Home Zentrale, die sogenannte „Gateway“, die Informationen aus Benutzer-Interaktionen wie beispielsweise das Öffnen einer Tür oder das Einschalten einer Lampe, um Funktionen im Haus auszuführen. Um diese Interaktion ausführen zu können, kommt ein Sensor zum Einsatz.

Dieser erkennt Zustände, wie Bewegungen, Feuchtigkeit oder Helligkeit und übermittelt diese an die Gateway, damit eine entsprechend vordefinierte Aktion ausgeführt wird. In einer von uns durchgeführten Umfrage unter 100 Lesern Ende November 2018 wollten wir verstehen, worauf Nutzer von Smart Home Geräten Wert legen. Die Top-Ergebnisse: Sicherheit und Bequemlichkeit. Das überrascht wenig. Dabei bin ich der Meinung, dass der Gedanke noch viel weiter reicht und Smart Home Systeme insbesondere als Unterstützung für ältere und/oder pflegebedürftige Menschen genutzt werden können.

Wie bei allen größeren Anschaffungen will im Voraus gut überlegt sein. Hast du dich schon mal gefragt, was du beim Kauf eines Smart Home Systems beachten musst? Wir haben für euch eine Checkliste mit den wichtigsten Dingen angelegt die ihr schon vor dem Kauf beachten solltet:

Zuerst solltest du dir genau überlegen, für welches Problem oder welche Situation du eine Lösung suchst, welche Anwendungen für dich wichtig sind und welche Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Handelt es sich zum Beispiel um eine einzelne Steckdose oder möchtest du ein komplettes und ausbaufähiges Smart-Home System?

Wenn du die Anwendungen kennst, solltest du dir folgende Fragen stellen. Eine gute Planung vermeidet böse Überraschungen, speziell bei der Verkabelung.

Anschluss

Welche Anschlussmöglichkeiten benötigt das Smart Home System und gib es diese  auch bei dir zu Hause?

Die häufigsten Anschlussmöglichkeiten sind:

  • Lautsprecher-Anschlussdose
  • Antennensteckdose (Kabel, Sat, DVB-T)
  • Telefonanschluss | Internetzugang/DSL
  • USB-Ladesteckdose
  • YUV-Video/Audio-Steckdose (SAT-Receiver, TV, Camcorder)
  • DVI-D | VGA- bzw. HDMI – Steckdose (SUB-D 15)
  • LWL-Datenanschlussdose
  • Thundebolt für eine schnelle Meidathek
Achtet auf sehr hohe Helligkeit und Kontraste bei der Auswahl der Devices. Ein weiter Blickwinkel sichert eine saubere Darstellung.

Smart Home Geräte

Gateway oder Standalone Lösung?

Je nachdem, was du für einen Anwendungsfall mit Smart Home Modulen umsetzen möchtest, solltest du schon frühzeitig überprüfen, ob die Geräte eine spezielle Gateway benötigen oder auch einzeln via Smartphone oder mit e Alexa bzw. Google Home verknüpft werden können.

Preis.

Während der Batterieverbrauch zu den versteckten Kosten von Smart Home Geräten gehört, sind die Kosten für die einzelnen Module überschaubar. Hier solltest du ebenfalls genau vergleichen, was die Gateway kann und wie die Preise für die einzelnen Sensoren sind. Vor allem in Bezug auf die Anwendungen, die du vielleicht noch nicht zum Start einsetzen möchtest. Ebenfalls solltest du darauf achten, ob nach dem Kauf noch weitere Kosten anfallen können wie beispielsweise zusätzlicher Speicherplatz für die Videoüberwachung.

Niedriger Energieverbrauch.

Sensoren benötigen oft Batterien. Hier solltest du unbedingt auf den Verbrauch achten, denn Folgekosten oder gar ein Ausfall zur falschen Zeit, können hier vermieden bzw. reduziert werden.

Energieversorgung.

Nein zum Kabelsalat. Wie werden die Smart Home Geräte betrieben? Haben die entsprechenden Sensoren Batterien oder Akkus? Benötigst du Steckdosen und Stromkabel? Bei einer frühzeitigen Planung, solltest du dies unbedingt berücksichtigen, damit du nicht unendliche viele Kabel bei dir Zuhause rumliegen hast.

Digitale multifunktionale Fernbedienungen erleichtern das Leben.
Zuverlässigkeit.

Wenn Lichter und Steckdosen ausbleiben und nicht oder falsch reagieren, ist dies zuallererst sehr ärgerlich und kann zusätzliche Probleme mit sich bringen. Ein intelligentes und zuverlässiges Funksystem, sollte so konzipiert sein, dass sowohl der Sensor wie auch die Gateway miteinander kommunizieren und du schon frühzeitig über einen Ausfall beziehungsweise Defekt informiert wirst.

Sicherheit vor Einbrechern und Hackern.

Wie kommunizieren die Sensoren mit der Zentrale? Sind diese einsehbar und offen oder entsprechend verschlüsselt? Stelle sicher, dass diese nicht von Dritten eingesehen oder manipuliert werden können und ein zusätzliches Authentifizierungsverfahren zum Einsatz kommt.

Datenschutz.

Wo werden die gesammelten Daten übertragen? Wie schaut es z. B. mit einer Videoüberwachung aus? Bist du alleine auf deinem Grundstück oder in deiner Wohnung? Informierst du die Betroffenen rechtzeitig oder überwachst du vielleicht sogar (versehentlich) den öffentlichen Raum? Bei vielen Anbietern werden die Daten direkt auf Server außerhalb der EU übertragen.

Teamwork!

Wie arbeiten die Systeme miteinander zusammen? Gibt es Standards oder Kooperationen, die entsprechend greifen und kannst du auch Produkte von unterschiedlichen Herstellern miteinander verknüpfen? Oder bist du mit dem Kauf an ein System gebunden? Auch bei Smart Home Geräten gilt: Wer gute Lautsprecher baut, oder Leuchten herstellt, ist nicht gleichzeitig Experte für die Heizung oder die Rollladensteuerung!

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Fazit

Informiert euch schon vor dem Kauf über die Möglichkeiten des Systems und plant die einzelnen Anwendungen im Voraus. ir skizzieren diese meist bei uns im Büro, bevor wir uns weitere Komponenten anschaffen. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als mehrere Gateways, die nicht miteinander sprechen und folglich die Anwendungen nicht ordentlich oder nur mit bedingt umsetzen.

Die Smart Home Systeme sollen euch Arbeit abnehmen, für Sicherheit und Bequemlichkeit sorgen und kein erhöhtes Risiko darstellen.


Mit ein wenig Zeit und einem detaillierten, gut durchdachten Plan findet ihr das für euch passende Smart Home System – versprochen!

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