Der Staubroboter – moderner Segen oder eine futuristische Geldverschwendung?

In unserem Zeitalter der Automatisierung, ist der technische Fortschritt nicht mehr weg zu denken. Automatische Abläufe finden sich schon seit längerem in Haus und Garten, wie z.B. automatische Rasenmäher. Um das Innere sauber zu halten, greifen die meisten zwar immer noch zum handelsüblichen Staubsauger, doch wird dieser bald veraltet sein?

Heute setzen wir uns mit dem automatischen Staubsauger auseinander und nehmen diesen mal genauer unter die Lupe, um zu schauen, ob anschließend wirklich alles sauber ist.

Angeboten werden die Staubroboter schon ab 150 €, allerdings ist da noch viel Luft nach oben. Es gibt Modelle, die bis zu 1.000 € serienmäßig kosten und eine hohe Qualität garantieren.

Die Frage ist nun, ob die Roboter das halten, was sie versprechen – flächendeckend sauber machen genau so gut wie ein normaler Staubsauger.

Hier kommen wir auch rasch zum ersten Punkt: Flächendeckend sauber machen geht einigermaßen, allerdings spielt dabei der Bewegungsraum, den die Staubroboter nutzen können, eine Rolle.

Die Geräte werden angetrieben von Rädern oder Raupen. Ultraschall- oder Laser-Sensoren verhindern, dass sie vom Treppenabsatz stürzen, Treppenstufen müssen demnach weiterhin herkömmlich gereinigt werden.

Diese Fragen solltest du dir vor der Anschaffung genau überlegen:

  • Wo willst du das Gerät einsetzen? Treppen sind – wie oben erwähnt – zum Beispiel ein unüberwindbares Hindernis.
  • Unter Möbeln, die nur geringe Bodenfreiheit haben, musst du ebenfalls weiterhin von Hand saugen oder wischen. Der Saugroboter schrumpft noch nicht. Also, auf ein möglichst flaches Gerät achten.
  • Auf hochflorigen Teppichen und auch anderen Einrichtungsgegenständen, wie Teppichen mit Fransen oder bestimmten Stuhlbeinen, kann das Gerät festfahren und -hängt.
  • Türschwellen (deshalb am besten die Türen schließen) oder herumliegendes Spielzeug  bremsen die Haushaltshilfe ebenfalls gerne aus. Ist mit solchen Hindernissen zu rechnen, wie bei mir mit den Utensilien, welche die Hunde ab und zu rumschleppen, solltest du auf ein Gerät achten, das möglichst hohe Räder oder Raupen hat.
  • Mechanische Sperrvorrichtungen, in Form von Bändern mit magnetischer Beschichtung, können bestimmte Teile eines Zimmers sichern, in die der Roboter nicht vordringen darf. Möglich sind auch frei aufstellbare Hütchen oder Türmchen, die ein für die Roboter-Sensoren sichtbares Infrarotlicht als Sperre ausstrahlen.
  • Die Digitalisierung unterstützt auch die Arbeit deines Saugroboters^, indem sein Aktionsbereich bei seinem ersten Erkundungslauf gespeichert wird. Per Smartphone-App kannst du dann auf dem gespeicherten Plan deine Sperrlinien ziehen. Dafür muss der Roboter im WLAN angemeldet werden. Dann kannst du auch einen digitalen Putzplan einrichten.
  • „Alexa saug das Schlafzimmer“ soll auch funktionieren.


Wichtig: Auf die Akkulaufzeit achten! Genauso wie auf die Speicherkapazität. Wer wie ich Hunde und Vögel im Haus hat, weiß, dass dabei mit einem höheren Staubaufkommen zu rechnen ist als mit einer Schlange im Terrarium. Selbständig entleeren können sich die Saugroboter zum größten Teil nämlich noch nicht. 
Das automatische Entleeren funktioniert nur mit einem Gerät, welches dann jedoch eine Absaugstation braucht und besonders teure Staubbeutel. In die wird der Dreck in der automatischen Absaugstation umgefüllt.

Unser Fazit: Wer eine offene Wohnfläche mit viel Freiraum hat wird wenig Probleme mit einem Staubroboter haben uns auch ordentlich Zeit sparen. Aktuell finden wir aber, dass noch zu viel im Wege steht für einen automatisierten Säuberungsprozess in einem normalen Haushalt, besonders wenn man Kinder, Hunde oder Teppiche hat. Letztendlich muss aber jeder für sich selber entscheiden, ob es für einen selbst Sinn macht, sich einen solchen Roboter als Unterstützung zu holen.


Liebe Grüße
Euer Desmondo-Team.

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