Heizkosten richtig verstehen

Jetzt beginnt die Zeit, in der bei uns die Abrechnungen für Strom und Gas eintrudeln. Du hast deine bereits erhalten und findest, dass deine Abrechnung für deine Heizkosten zu hoch ist? Wie du deine Kosten prüfen beziehungsweise nachvollziehen kannst, erkläre ich dir hier.

Jedes Jahr das Gleiche: Die Abrechnung der Heizkosten flattert ins Haus und somit auch das große Erwachen oder gar ein Aufschrei des Entsetzens: „Das kann wohl nicht wahr sein, haben wir das wirklich verbraucht?“

Vielleicht hast du im vergangenen Jahr viel Besuch gehabt? Oder jemand hat längere Zeit bei dir gewohnt, geduscht, gebadet, geheizt? Wenn die Kosten auf den ersten Blick zu hoch erscheinen, muss das nicht immer falsch sein.Es kommt aber durchaus vor.

Die Sorge, dass deine Heizkosten falsch abgerechnet beziehungsweise berechnet wurden, ist durchaus berechtigt. Wie überall können auch bei der Heizkostenabrechnung Fehler passieren. Ehe du dich aber mit deinem Vermieter streitest und die Sache im schlimmsten Fall vor Gericht landet, solltest du die Abrechnung gründlich prüfen.

Zum Verständnis der Abrechnung der Heizkosten solltest du folgendes wissen:

Die Abrechnung der Heizkosten umfasst zwei Abschnitte. Einer davon ist die Aufstellung der Heizkosten für das gesamte Gebäude. Der andere Abschnitt führt die Kosten der einzelnen Wohnungen auf.

Vor dem großen Aufschrei zuerst die Abrechnung des Vorjahres anschauen. Wie stark weichen die Kosten diesmal von der alten Abrechnung ab? Stimmt der Abrechnungszeitraum? Die Heizkosten müssen alle 12 Monate abgerechnet werden.

Angegeben werden die Aufstellung aller Energiekosten sowie die verbrauchte Brennstoffmenge.

Zudem darf der Vermieter die Heiznebenkosten wie Wartung und Schornsteinfeger den Mietern berechnen. Hier werden die Kosten für Heizung und Warmwasser getrennt aufgelistet. Die Grundkosten werden anteilig auf die Wohnfläche berechnet und die Verbrauchskosten kommen hier individuell dazu.

Meistens dient die zentrale Heizungsanlage nicht nur dazu die Wohnung schön warm zu bekommen sondern auch der Warmwasserbereitung. Dazu muss ein Wärmemengenzähler eingebaut sein. Der ermittelt den Wert der dann vom Gesamtenergieverbrauch abgezogen wird.

So kann die Differenz dann der Heizung zugeordnet werden.

Hat dir das weitergeholfen? Mehr dazu findest du auf den Seiten der Verbraucherzentrale.


Eure Sandra

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