Welcher Weihnachtsbaum ist der beste? Gibt es ihn auch in Bio?

Der Weihnachtsbaum. Ein wirklich tolles Bäumchen, selbst gemacht und äußerst pflegeleicht ist für die meisten Menschen im christlichen Kulturkreis nicht wegzudenken von der Weihnachtszeit. Weihnachten ohne Baum undenkbar. Wer selbst keinen hat genießt die Tannen auf den Weihnachtsmärkten und vor öffentlichen Gebäuden, oder auch in den Kaufhäusern und wo immer er hinkommt immer gerne. Wie die Tradition des Christbaums entstanden ist weiß man nicht so genau. Er ist wohl eher eine Erscheinung der Neuzeit.

Immergrüne Bäume werden schon immer verehrt

Man denke da nur an den Maibaum. Die Römer schmückten schon ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen und später ga es Tannenzweige als Weihnachtsmaien auf. Seit dem 15. Jahrhundert gibt es geschmückte Christbäume. Alle Jahre wieder eine große Herausforderung: Welcher Nadelbaum ist der beste für das eigene Heim und wo liegt der Unterschied der einzelnen Sorten. Ganz wichtig auch die Frage: Was kannst du selbst tun um möglichst lange einen schönen Baum zu haben. UND: Gibt es Weihnachtsbäume auch Bio? Viele Bäume sind nämlich mit Insektiziden belastet. Die richtige Größe soll er haben, genug Äste sollten dran sein, je nach Geschmack mehr oder weniger und vielleicht buschigere. Oder aber soll die Tanne vielleicht eher elegant und schlank und rank sein und möglichst schön symmetrisch?

Hier meine Tipps zum Kauf des passenden Weihnachtsbaums

Sehr wichtig ist: ER darf auf keinen Fall zu früh die Nadeln verlieren. Beliebte Christbäume sind die Nordmanntanne und die Blaufichte, aber auch andere Bäume wie Rotfichte oder Douglasie sind gefragt bei den Liebhabern echter Weihnachtsbäume. Ein ganz wichtiger Punkt : Achte auf  Öko-Siegel! Dein Weihnachtsbaum sollte, aus nachhaltigem Anbau stammen. Die meisten Bäume stammen nämlich von Plantagen und haben meistens eine richtige Giftdusche hinter sich. Die Alternative: Ökobäume aus regionalem Anbau. Das FSC-Zertifikat der Forstbetriebe garantiert dies. Es gibt allerdings verschiedene Siegel die für ökologische Mindeststandards beim Baum-Anbau vergeben werden bei Gärtnereien, Höfen oder Baumschulen.

Der beliebteste Weihnachtsbaum die Nordmann-Tanne

Die Nordmanntanne, ein häufig gekaufter Baum,  hat den Namen von dem  finnischen Biologen Alexander von Nordmann. Der fand die Tanne ca. 1835 im Kaukasus. Die Nadeln glänzen seidig und bleiben recht lange am Baum und das auch nach dem Fällen. Die kräftigen Zweige können massig Schmuck vertragen und die Nadeln stechen nicht. Durch ihren typischen Wuchs lässt sie sich dann sogar noch leicht schmücken. Die Preis für den Tannenbaum wird gewöhnlich pro Meter gerechnet. Für die Nordmanntanne musst du da zwischen 17 und 25 Euro rechnen. Sie ist einer der teuersten Bäume aber auch einer der schönsten und geschicktesten. Aber die Nordmanntanne stammt zum Beispiel meistens aus Plantagen. Dort werden die Bäume meistens auch intensiv mit Insektiziden behandelt. Auch Herbizide und Dünger die einen schönen Wuchs unterstützen werden eingesetzt. Vor allem bei Bäumen die aus dem Ausland sind kann man kaum nachvollziehn welche Mittel eingesetzt wurden. Womöglich sogar Chemikalien die bei uns in Deutschland verboten sind. Also gerade hier auf die Siegel achten.

Auch die Blaufichte kann gut mit Kerzen geschmückt werden

Sie stammt aus den USA und wird auch gerne als Zierbaum in Vorgärten und Parkanlagen angepflanzt. Je nach Sorte schimmert die Blaufichte eher Blau-Grün oder mehr Silbrig-Weiß und wie bei der Nordmanntanne sind die Äste gut mit Baumschmuck belastbar. Im Gegensatz zur Nordmanntanne stechen ihre spitzen Nadeln aber ganz schön und das Schmücken und Entsorgen ist etwas anstrengender. ;-). Dafür ist sie etwas günstiger pro Meter: Mit 11 bis 14 Euro pro Meter Höhe bist du dabei! Bei uns wachsen Fichten, Kiefern und auch Weißtannen und diese heimischen Bäume haben den Vorteil, dass sie kürzerer Transportwege hinter sich haben. Zudem wird mit dem Kauf die lokale Wirtschaft gestärkt. Da sind auch Bäume dabei die sowieso bald gefällt worden wären und die nicht extra für Weihnachten gezüchtet wurden.

Wenn du Wert legst auf guten Duft passt eine Douglasie

Das Schmücken ist aufgrund der weichen und biegsamen Nadeln sehr einfach. Die Äste sind jedoch zu schwach für großen und schweren Schmuck. Dafür duftet sie herrlich nach Weihnachtswald. Der Preis: Etwas 10 Euro pro Meter Höhe. Eine Rotfichte ist am günstigsten, Preis: 7 Euro pro Meter Höhe.

Auch die Rotfichte behält ihre Nadeln lange wenn du ein paar Regeln beachtest

Der Baum sollte frisch geschlagen sein, damit er ein paar Wochen gut im Saft steht. Ein Punkt der für das selbst Schlagen auf einer der Plantagen wo das möglich ist. Viele Bäume die du an der Straße kaufen kannst werden schon im Oktober gefällt. An der Schnittstelle kannst du aber erkennen ob der Baum schon länger unterwegs ist: Die Schnittstelle muss hell sein. Die Nadeln dürfen nicht trocken sein sie sollten kräftig sein und prall.

So bleibt dein Weihnachtsbaum noch länger frisch

Lagere deinen Baum an einem kühlen Ort, der keine Sonneneinstrahlung hat. Vom Stamm ca. 1 Zentimeter absägen und den Baum ins Wasser stellen. Verpackung entfernen. Akklimatisieren: Also nicht gleich ins 25 Grad warme Zimmer stellen sondern erstmal im Hausgang stehen lassen, sodass der Baum keinen Temperaturschock bekommt und vor Schreck sofort alle Nadeln fallen lässt. Wenn du keinen Christbaumständer mit Wasserspeicher hast kannst du den Baum jeden Tag mit Wasser besprühen damit er länger frisch bleibt. Natürlich auch den mit Wasserspeicher.

Wo findest du nun deinen Baum?

Ökobäume werden vereinzelt auf Biohöfen bei Waldbauern und auf Märkten angeboten. Hier findest du eine Liste von Händlern die verlässliche Umweltsiegel benutzen: https://www.robinwood.de. Natürlich kannst du dir auch eine Baum  mit Wurzelballen kaufen. Für die Feiertage holst du ihn ins Zimmer danach wird er sobald der Frost vorbei ist in den Garten gepflanzt. Er sollte aber langsam an die Wärme im Wohnzimmer gewöhnt werden. Wie der ohne Ballen auch. Stell ihn deshalb nicht ins Freie sondern in die Garage oder den Keller und vergess ihn nicht alle 2 oder 3 Tage zu gießen. Er braucht es auch hell und der Aufenthalt im Zimmer sollte nicht zu lang sein. Den Ballen solltest du vor Frost schützen wenn er dann in den Garten, ins Freie, umzieht.